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St. Viktor – Dülmen

Kirchenführer St. Viktor

 

St. Viktor Gegründet wurde St. Viktor nach 780 von Abt Bernrad oder Liudger auf einem sächsischen, später bischöflichen Haupthof. Somit ist die Urpfarre Dülmens eine der ältesten Kirchen des Bistums. Eine neue, größere (vermutlich die erste Steinkirche) ist am 03.05.1074 (Fest Kreuzauffindung) eingeweiht worden.
Altes Postkartenmotiv


St. Viktor Der hl. Viktor, der Patron der Kirche, war wahrscheinlich ein römischer Legionär, der im Jahre 287 in der Nähe von Xanten ums Leben kam. 


St. Viktor Das Fenster im Turm zeigt die brennende Viktor-Kirche, daneben die St. Martins-Pfarrkirche in Baar in der Schweiz. Nach 1945 gab es zwischen dieser Gemeinde und der Pfarre St. Viktor eine Partnerschaft.
Foto: Martin Kock


St. Viktor Auf die lange Geschichte der Pfarre verweist von den Ausstattungsstücken besonders der aus der Mitte des 13. Jh. stammende Taufstein. Der spätromanische Stein erhebt seinen Körper über einer profilierten Basis, auf der die kapitellgeschmückten Halbsäulen stehen, welche die mit Blüten und Blättern geschmückten Bögen tragen.
Der abschließende Rankenfries mit Blättern, Blüten, Schuppen, Ranken, Knospen etc. symbolisiert die Lebenskraft des Taufwassers.


St. Viktor Das hölzerne Kreuz über der Altarinsel stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Die Benennung leitet sich von dem am Kreuz errungenen Triumph Christi ab. Während die früheren Triumphkreuze des II. und 12. Jahrhunderts auch den triumphierenden, gekrönten und stehenden Christus zeigen, wird in diesem späteren Triumphkreuz das Leiden stärker betont, durch dessen Überwindung er in die Herrlichkeit seines Vaters eingeht.


St. Viktor Aus der 1. Hälfte des 15. Jh. stammt das an der nördlichen Chorwand stehende steinerne Sakramentshäuschen. An den Seiten des Schreins stehen unter Baldachinen David mit seiner Harfe und an der anderen Seite Mose. Im Zentrum der aufstrebenden Formen über dem Sakramentsschrein steht ein Kreuz mit Korpus. Maria Magdalena kniet mit aufgelöstem Haar verzweifelt am Kreuzstamm, zu dessen Füßen ein Totenschädel- Sinnbild für Adam - liegt. Nicht alle ursprünglich vorhandenen Figuren sind erhalten.


St. Viktor An der Turmseite des Mittelschiffes steht als zentraler Blickpunkt die spätgotische Passionssäule. Die um 1460 entstandene vier Meter hohe Säule ist aus Stein gearbeitet. Im westlichen Münsterland finden sich noch fünf solcher Säulen (Billerbeck, Borken, Epe, Metelen, Wessum). Sie zeigt von allen Seiten den Geißelstrick, der mehrfach um die Säule geschlungen und geknotet ist. Zwischen dem Strick und der Säule sind die Leidenswerkzeuge zu sehen, zu denen Lanze, Nägel, Schwamm mit Stab, Brett mit 30 Silberlingen, Geißel, Hammer, Bohrer und Rutenbündel gehören. An der dem Altar zugewandten Seite ist das Bildnis des Gekreuzigten als Schweißabdruck sichtbar. Das Schweißtuch wird von der hl. Veronika gehalten, deren Brustbild oberhalb des Tuches sichtbar ist. Der Hahn, wichtiger Bestandteil der Geißelsäule, fehlt auch hier nicht.
Foto: Martin Kock


St. Viktor Bei der Neugestaltung des Chorraumes 1998 ist der Altar in die Vierung der Kirche gesetzt worden. Die Gläubigen können sich zur Eucharistiefeier, der Mitte des Glaubens, darum versammeln – wie es das 2. Vatikanische Konzil gewünscht hat.
Foto: Martin Kock


St. Viktor Wie bei der Pieta (aus dem 15. Jahrhundert) in der Kapelle brennen auch an der Nachbildung des Gnadenbildes von Neviges immer viele Kerzen. Die Menschen vertrauen Gott auf die Fürsprache Marias ihre Sorgen und Freuden an.
Die Pieta stand früher in der Kreuzkapelle an der Lüdinghauser Straße. Dort wurde sie lange Zeit als Gnadenbild verehrt.