Seit einigen Tagen sind zwei neue Bücher im Dülmener Buchhandel erhältlich: Die erweiterte Neuauflage „Im Bündel des Lebens“ kostet 3,- € und stellt jüdische und alttestamentliche Spuren in Dülmen vor. Das Buch „Sie müssen machen, dass ich wegkomme“ kostet 5,- € und widmet sich der Verhaftung und dem Verhör des Dülmener Viehhändlers Louis Pins. Beide Titel wurden vom Heimatverein Dülmen im Auftrag von St. Viktor herausgegeben und von der NRW-Stiftung maßgeblich gefördert.

 

Nähere Beschreibungen:

Im Bündel des Lebens

Cover IBDL"Im Bündel des Lebens" – so lautet der Titel der vorliegenden Publikation: Es geht um das Einsammeln und Zusammentragen, um das Verbinden und Verknüpfen. In diesem Sinne wird in dieser Broschüre quasi ein Geflecht bzw. ein Gewebe von über 100 Texten und über 200 Bildern vorgestellt, in denen die unterschiedlichsten Themenstränge und Gedankenlinien zusammenkommen: Immer geht es um jüdische und alttestamentliche Spuren in Dülmen – als materielle oder ideelle Erinnerungen; als altvertraute oder ganz überraschende Erkenntnisse; mit religiösen oder profanen Bezügen; in visuellen oder literarischen Gestalten; mit historischen oder aktuellen Bedeutungen; in jüdischen oder christlichen Interpretationen. Die vielfältigen Themen, Texte und Abbildungen sind im Verlauf der Darstellung in insgesamt zehn verschiedene, immer wiederkehrende Rubriken aufgeteilt, die sich jeweils durch eine andere farbige Umrandung erkennen lassen.

Herausgegeben vom Heimatverein Dülmen e.V.
gefördert durch die NRW-Stiftung
72 Seiten · ISBN: 978-3000722578
3,00 Euro
erhältlich im Dülmener Buchhandel

 

 

"Sie müssen machen, dass ich wegkomme!"

Cover WegkommenEin eher zufälliger Archivfund fördert eine Ermittlungsakte der Hamburger Zollfahndung zutage: Plötzlich fällt Licht auf das tragische Ende eines jüdischen Viehhändlers aus dem Münsterland vor mehr als 80 Jahren. Dank der Präzision behördlicher Protokoll- und Aktenführung lassen sich nicht nur die letzten Tage des am 2. Juni 1939 verhafteten Louis Pins aus Dülmen nachzeichnen, sondern auch die vorausgegangenen Bemühungen, mit Frau und Tochter das Land zu verlassen. Dabei geriet er an einen korrupten Mitarbeiter des Hamburger Generalkonsulats von Uruguay – und damit in eine derart verzweifelte Lage, die ihn schließlich in den Suizid trieb. Das in dieser Broschüre spannend und informativ aufbereitete Schicksal des Louis Pins ist exemplarisch für die Lage unzähliger Juden während des „Dritten Reichs“: Einerseits wurden sie rücksichtlos aus dem beruflichen und öffentlichen Leben gedrängt; andrerseits waren sie durch ein kaum durchschaubares Geflecht von gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Maßnahmen faktisch daran gehindert, ins sichere Exil zu entweichen.

Herausgegeben vom Heimatverein Dülmen e.V.
gefördert durch die NRW-Stiftung
68 Seiten · ISBN: 978-3000722561
5,00 Euro
erhältlich im Dülmener Buchhandel