MauritiusAm Samstag feierten die Hausdülmener das Fest der Grundsteinlegung ihrer St. Mauritius-Kirche (erbaut 1954/55). In seiner Predigt betonte Br. Leo, dass es nicht auf die Steine ankommt, sondern auf die Menschen, die – wie Paulus es in 1Kor 3,9 sagt – „Gottes Bau“ sind. Sie bauen weiter auf dem Grund, der gelegt ist, Jesus Christus. Ein aktuelles Kirchenfoto von St. Mauritius zeigt also zu Recht nicht die Steine sondern einige dieser Menschen. {multithumb}

Foto: Lilli Lehmüller

Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Christina Hanenberg 

Gruppenfoto

Am morgigen Samstag kommen 20 Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 19 Jahren von einer, wie sie berichten, „spannenden und erlebnisreichen, aber auch anstrengenden spirituellen Radtour“ zurück nach Dülmen. „Der Weg führte uns durch schöne Landschaften von Dülmen über Dinslaken und Kempen bis zu unserem Ziel Kevelaer“, schreiben die Tour-Teilnehmer an die DZ.

Am Montagmorgen erhielt die Gruppe einen Reisesegen durch Pfarrdechant Markus Trautmann. Danach führte die Tour über Haltern, Dorsten und Hünxe nach Dinslaken. Dort übernachteten die Rad-Touristen in einem Pfarrheim. Am nächsten Morgen erfuhren die Dülmener einiges über die selige Schwester Maria Euthymia, welche dort viele Jahre im Krankenhaus wirkte.

Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Louis Rauert 

KardinalvonGalen HamicoltViel ist nicht mehr übrig geblieben von den Worten des seligen Clemens August Graf von Galen, die am 4. August 1941, zum 50-jährigen Jubiläum der Benediktinerinnen im Kloster Hamicolt bei Rorup, durch selbiges hallten. Für Pfarrer Markus Trautmann kein Wunder: „Dass er ein Manuskript angefertigt hatte, halte ich für unwahrscheinlich, der Anlass war einfach zu gering. Deshalb sprach der damalige Münsteraner Bischof vermutlich frei.“ {multithumb}

Ein einziges Zitat über die nationalsozialistischen Übergriffe auf das kirchliche Leben („Der Herr hat einst den Sturm auf dem Meere gestillt. Betet, dass er diesen Sturm bald beendet!“), das wohl einzige wörtliche seines Besuchs, konnte Trautmann in der im Bistumsarchiv gelagerten Klosterchronik allerdings noch aufstöbern.

Ebenso ein Bild, das den „Löwen von Münster“ in Begleitung von Rorups ehemaligem Pfarrer Ebbert sowie den Rektor des Hauses zeigt. Dieses Foto wurde auf DIN-A1-Format vergrößert und am Sonntagabend im Rahmen der Gedenkfeier, 75 Jahre nach dem Besuch von Galens in Hamicolt, in der Klosterkirche aufgehängt.

Gemeinsam mit den Schwestern der Gemeinschaft des neuen Weges vom heiligen Franziskus, die heute das Gebäude bewohnen, hielt Trautmann im Rahmen der Gedenkfeier eine kleine Andacht. Man wolle an das Leben von Galens und an die Visite im August 1941 und die durch den Russland-Feldzug im Juni und den Bombenangriff auf Münster im Juli ohnehin aufgewühlte Zeit des Jahres 1941 erinnern. Zahlreiche Ordenshäuser in der Umgebung waren damals enteignet und zu Lazaretten umfunktioniert wurden - nicht so in Rorup, Kloster Hamicolt galt aufgrund sehr enger Flure als ungeeignet.

Das sei auch die Zeit des Bischofs gewesen, so Trautmann. Besonders mit seinen drei berühmten Predigten in der St.-Lamberti- und der Liebfrauen-Überwasserkirche am 13. und 20. Juli und am 3. August 1941, nur einen Tag vor dem Besuch in Rorup, in denen er unter anderem die Willkür des Regimes, anmaßende Übergriffe im seelischen und pädagogischen Bereich sowie die systematische Deportation von Geisteskranken in die Vernichtung thematisierte, habe der spätere Kardinal für Aufsehen gesorgt und, wie Papst Johannes Paul II 1987 betonen sollte, „in einer Zeit der Lüge Zeugnis abgelegt für die Wahrheit“.

 

 

 

Bericht der Dülmener Zeitung, Ulla Bönig / Foto: Bönig 

kfdJubilaeum2016

"Suchen und fragen, planen und bauen, miteinander glauben und sich versteh’n“ - das war nicht nur das Einzugslied beim Jubiläumsgottesdienst anlässlich von 50 Jahren kfd St. Joseph. Nach den Worten des Liedes hätten die Frauen in der Gemeinde auch fünf Jahrzehnte lang gelebt, betonte Teamsprecherin Angela Fiegen am Sonntagmorgen in der voll besetzten Kirche.

In 50 Jahren hätten sie das Leben in St. Joseph mitgestaltet und ein dichtes Netz von Beziehungen geknüpften. Da passte es, dass sechs kfd-Mitglieder mit einem großen Netz in die Kirche eingezogen waren und dieses über den Altar legten. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass eine bundesweite kfd-Aktion in diesem Jahr unter dem Motto „Häng Dich rein ins Netz, das Frauen trägt“ steht. 
Auf das Symbol des Netzes ging später auch Pfarrdechant Markus Trautmann in seiner Predigt ein. Er sprach zudem von den Veränderungen, die sich in den vergangenen 50 Jahren in den Kirchengemeinden ereignet hätten. Die kfd lebe den Glauben und sei eine Bereicherung für die Kirche, betonte er. Das Netz halte zusammen, fange auf, sei elastisch und gebe Stabilität. „Wir sind dankbar, dass die kfd diese Vernetzung lebt“, sagte der Pfarrer. Vor dem Schlusssegen hatten die geladenen Gäste die Möglichkeit eines Grußwortes. Christian Marx, Pfarreirats-Vorsitzender und Vorsitzender des Ortsausschusses St. Joseph, hatte ein besonderes Geschenk mitgebracht. Er überreichte Angela Fiegen ein Gutscheinbuch mit vielen Angeboten und Aktionen. Barbara Richter-Hoffschlag vom Leitungsteam der kfd des Diözesanverbandes Münster hatte als Gastgeschenk hingegen eine Kerze mitgebracht. Auch Ruth Latzel, Vorsitzende des Kreisdekanates Dülmen, bedankte sich bei den Frauen der kfd St. Joseph.
Diese lud im Anschluss alle Besucher ins Pfarrheim ein, wo es einen Imbiss sowie Kaffee und Kuchen gab. Im Vorraum des Pfarramtes lagen zudem Fotoalben mit Aufnahmen von kfd-Aktionen der vergangenen Jahre aus. Ein Infostand informierte die Gäste über die Arbeit der Frauengemeinschaft, die 236 Mitglieder zählt, wobei die Älteste 99 Jahre alt ist. An der Rückwand des Raumes hing zudem ein Netz, in dem auf einem Stern die Namen der seit März neu hinzugekommenen Frauen zu lesen waren.

 

 

 

 

 

 

Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: privat

 

WeltjugendtagKrakau

Der Höhepunkt der Polen-Fahrt? „Das war natürlich die Vigil am Samstagabend, das gemeinsame Übernachten auf dem ‚Feld der Barmherzigkeit‘ mit insgesamt 1,5 Millionen Teilnehmern und die große Abschlussmesse mit Papst Franziskus.“ Lena Gelsterkamp muss nicht lange überlegen, welche Momente des Weltjugendtages ihr besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Die junge Dülmenerin gehörte gemeinsam mit Simon Brox und Sofie Telohe zu den rund eineinhalb Millionen Jugendlichen, die in den vergangenen Tagen in die polnische Metropole gereist waren. Gefühlt „die ganze Welt“ sei in Krakau zusammengekommen, berichtet Lena Gelsterkamp. „Es ist einfach wahnsinnig toll, wenn man die Möglichkeit hat, so vielen Jugendlichen aus der ganzen Welt zu begegnen.“

Für das Dülmener Trio ging es, gemeinsam mit 18 Jugendlichen aus Haltern, mit dem Bus zunächst nach Breslau, wo die sogenannten Tage der Begegnung stattfanden. Diese seien geprägt gewesen von   Festivals, Katechesen, Besichtigungen etwa eines Konzentrationslagers und Gottesdiensten, erinnern sich die Dülmener Teilnehmer. „Wir hatten also Zeit, um schon vielen Jugendlichen aus der ganzen Welt zu begegnen und uns auf den Weltjugendtag einzustimmen“, so Lena Gelsterkamp. „In Breslau haben wir in Gastfamilien gelebt und konnten so auch einen großen Einblick in die polnische Kultur gewinnen.“ Besonders begeistert sei man von der Gastfreundschaft der Einheimischen gewesen.

Nach fünf Tagen ging es dann weiter nach Krakau, wo das Trio in Schulen untergebracht wurde. Diese Stadt sei nicht zufällig für den Weltjugendtag ausgewählt worden, betont Gelsterkamp. Vielmehr habe hier der spätere Papst Johannes Paul II. lange Jahre gewirkt.

Dessen Nachfolger Papst Franziskus sei am Mittwoch nach Polen gekommen. „Es ist einfach wahnsinnig toll, wenn man die Möglichkeit hat, so vielen Jugendlichen aus der ganzen Welt zu begegnen, die alle denselben Glauben teilen und feiern“, betont Lena Gelsterkamp. „Alle, mit denen wir gesprochen haben, waren begeistert vom Weltjugendtag. Wir haben ein gemeinsames Zeichen für den Frieden gesetzt und versuchen, diesen Frieden mit nach Hause zu nehmen und ihn weiterzugeben. Gerade in Zeiten des Terrors und des Krieges sei das die einzige Waffe, die man habe, hätte Papst Franziskus betont.

Daneben sind sich Lena Gelsterkamp, Simon Brox und Sofie Telohe einig: „Wir freuen uns schon auf den nächsten Weltjugendtag in Panama.“ Der findet 2019 in dem mittelamerikanischen Land statt.

 

Bericht der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy / Foto: Dülmener Zeitung

Hinter dem Rathaus kommen weitere Relikte aus der Dülmener Stadtgeschichte zum Vorschein


fassbrunnenNach gut einem Jahr gehen die Grabungen des Archäologen Dr. Gerard Jentgens und seines Teams auf dem Areal des künftigen Intergenerativen Zentrums (IGZ) zwischen Rathaus und Kirche ihrem Ende entgegen. Herausragend waren der Fund der 1200 Jahre alten Glockengussgrube und der spätmittelalterlichen Knochenschnitzerwerkstatt zu Beginn des Jahres, macht Dr. Hans- Werner Peine von der LWL-Archäologie Westfalen deutlich, dass die Erwartungen der Experten bei Weitem übertroffen wurden.
In den vergangenen Wochen hat das Team um Gerard Jentgens auf dem Gelände hinter dem Rathaus weitere Relikte aus Dülmens Vergangenheit freigelegt.

So etwa die Überreste eines Fassbrunnens aus dem 13./14. Jahrhundert, bei dem die Wände des Brunnens von einem Fass stabilisiert wurden. Sehr schön ist an der dunklen Färbung des Bodens zu sehen, wo die feinen Metallreifen des Fasses lagen, macht Jentgens auf einige Besonderheiten aufmerksam. Der Brunnen gehöre zu einer spätmittelalterlichen Hausstelle, erklärt der Experte. Zahlreiche Keramikfunde belegen das. Ganz nahe beim Fassbrunnen wurden Kellerräume eines Dülmener Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert freigelegt. Die Kellertreppe und ein Teil des in Stein gefassten Eingangs sind selbst für den Laien unschwer zu erkennen.

 

Auf dem Areal des früheren Kindergartens und Jugendheims der Gemeinde St. Viktor sollen demnächst die Grabungen beginnen. Die IGZ-Bauarbeiten werde das nicht behindern, versichert Jentgens, da auf diesem Teil des Geländes erst sehr viel später Baufahrzeuge anrücken.

 

Bereits jetzt sind die Bauarbeiter auf dem Gelände mit Verankerungsarbeiten für den IGZ-Bau beschäftigt. In die Quere kommen sich Wissenschaftler und Bauarbeiter offensichtlich nicht.

 

Bericht der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor 

IMG 7128Wann er das letzte Mal in Dülmen war? Davis Puthussery muss nicht lange überlegen. „Vor drei Wochen“, antwortet der Pfarrer. Er war eingeladen zu einer Hauseinweihung in seiner früheren Gemeinde St. Joseph. „Ich habe immer noch gute Kontakte nach Dülmen, vor allem nach Merfeld“, sagt der 49-Jährige. „Gelegentlich komme ich immer noch vorbei. So weit ist es ja von Hamm aus auch nicht.“  

Im Norden der Ruhrgebietsstadt, genauer gesagt im Pfarrhaus der Kirchengemeinde Clemens August Graf von Galen, hat Davis Puthussery eine neue Heimat gefunden. Seit Oktober 2014 ist er Pfarrer der sehr jungen Gemeinde, zu der kurz vor seiner Ankunft zwei zuvor eigenständige Pfarreien fusioniert waren. Menschen aus zwei Gemeinden zusammenzuführen - bei dieser Aufgabe habe er gut auf seine Erfahrungen aus Dülmen zurückgreifen können, berichtet Puthussery. Denn hier war er elf Jahre lang in der Seelsorgeeinheit St. Joseph Dülmen und St. Antonius Merfeld tätig. 

Auch sonst käme ihm seine Zeit in Dülmen vielfältig zugute, sagt der frühere Dülmener Dechant im DZ-Gespräch. Dank Erfahrung und Reife könne er vieles gelassen angehen, zudem habe er sich schnell eingelebt. Und natürlich habe er durch seine Zeit in Merfeld bereits einen Bezug zum Kardinal von Galen, dem Namensgeber seiner neuen Gemeinde. 

Dort fühlt sich Davis Puthussery wohl. „Als Pfarrer bin ich hier allein“, rund 5000 Gläubige zählt die Gemeinde. Diese sei sehr aktiv und geprägt von vielen Spätaussiedlern. „Als Pfarrer ist man in allen Bereichen tätig. Man kann sich zum Beispiel nicht nur auf das Kirchliche konzentrieren, sondern ist gerade in sozialen Belangen sehr gefragt.“ Oftmals würde da die Konfession keine Rolle spielen in einer Gemeinde, in der viele unterschiedliche Nationalitäten leben. Dass er selber gebürtig aus Indien stamme, komme ihm dabei manchmal entgegen. 

Ganz aktuell konnte Davis Puthussery seine Dülmen-Erlebnisse bei der Planung zum 125-jährigen Bestehen der Herz-Jesu-Kirche mit einbringen. Dabei habe er Ideen vom 50. Geburtstag der Dülmener St.-Joseph-Kirche aufgegriffen, verrät der Seelsorger. Samstags kommen die geladenen Gäste, sonntags großes Familienfest für alle Gemeindemitglieder: „Das hatte sich damals schon bewährt“, sagt der Pfarrer schmunzelnd. Und eben jetzt wieder beim großen Jubiläumswochenende Anfang Juni in Hamm.

Davis Puthussery wurde 1967 in Indien geboren und am 31. Mai 1998 in Münster zum Priester geweiht. Nach Aushilfstätigkeiten im Raum Wangerland und einer Kaplansstelle in Kleve kam er im September 2003 nach Dülmen, in die Seelsorgeeinheit St. Joseph und St. Antonius. 2006 wurde er Nachfolger von Dr. Hans Döink als Dechant des Dekanates Dülmen. Puthussery wurde am 18. Oktober 2014 in die Gemeinde Clemens August Graf von Galen in Hamm-Norden eingeführt.

Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor 


Emmerick-MusicalStehende Ovationen am Ende des Musicals von Anna Katharina Emmerick, aufgeführt durch die AG „Schule macht Kirche“. Und den Applaus hatten sich die Kinder verdient. Die Klassen eins bis drei stellten das Leben der Emmerick dar. Emmerick wurde in dem Musical immer größer, und wurde von drei Mädchen dargestellt. Die erste Anna Katharina Emmerick mimte Greta Sudmann, und als sie sich am Kreuz hinkniete und die Hände faltete, war das ein bewegender Moment.

Es passte einfach alles, die Musik, die Schauspielkunst der Kinder und auch die Kleidung. Die Kinder im Nonnengewand, oder auch der Bauer und die Mägde. Einstudiert wurde das Musical von Sonja Arning und Ulrike Kaul. „Wir sind ganz stolz auf eure Leistung“, so Arning. Mia Bonekamp hatte am Ende der Aufführung noch eine Überraschung für alle. Der Ururopa von Mia hatte damals einen Sarg für Anna Katharina Emmerick gebaut. Wiederum ihr Uropa baute dann einen weiteren Sarg für die Selige. Und hatte gesagt, dass man das gesegnete Holz nicht weg schmeißen dürfe. Aus diesem Holz sind kleine Kreuze entstanden, und Mia übergab jedem Kind am Ende des Musicals ein Kreuz. Eine schöne Geste.

Bericht und Foto: LWL Münster


Fund einer GlockengrubeDülmener Stadtmitte offenbart eine archäologische Sensation

Schwarze Holzkohle, roter Lehm, grünliche Bronzereste, Fragmente von Keramik und Tiegeln: Auf den ersten Blick sieht die Grube mitten im Dülmener Stadtkern für den Laien wenig spektakulär aus. Was die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jedoch daraus lesen können, ist eine archäologische Sensation. 

Nach ersten naturwissenschaftlichen Analysen handelt es sich um die älteste Grube in Deutschland, in der eine Kirchenglocke gegossen wurde. Die bisherigen archäologischen Belege zeigen, dass die Grube im 8./9. Jahrhundert entstand. Damit zählt sie zu den ältesten Glockengießergruben des Kontinents.

Mithilfe der Holzkohle kann anhand der Zerfallszeit der Kohlenstoffatome das Alter genau bestimmt werden. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob die Dülmener Glockengießergrube vielleicht sogar die älteste in Europa ist. Grabungsleiter Dr. Gerard Jentgens schließt das nicht aus. Einstweilen gibt es „in Ungarn und England jeweils nur einen vergleichbar frühen Befund“, so der Archäologe.

Bericht der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy 

Ungewohnter Arbeitseinsatz für Pfarrer Markus Trautmann: Der leitende Pfarrer der Großgemeinde St. Viktor bewährte sich gestern als Kellner, der volle Bier- und Getränkegläser an Gäste verteilte und leere wieder einsammelte. So wie er waren auch die anderen hauptamtlichen Mitarbeiter der Gemeinde - vom Seelsorger bis zur Sekretärin - rund um die Kirche St. Mauritius als Gastgeber im Einsatz. 

Tische und Bänke waren dort aufgestellt worden, es gab einen Getränkestand, Spielmöglichkeiten für Kinder und nicht zu vergessen ein großes Zelt, in dem gebrutzelt wurde. Im Mittelpunkt des Dankeschön-Tages standen die vielen ehrenamtlichen Helfer der Gemeinde. 

Sie sollten sich kulinarisch verwöhnen lassen und in entspannter Atmosphäre gesellige Stunden verbringen. Der Burgplatz mit der Kirche bot dazu eine stimmungsvolle Kulisse, die bei strahlendem Sonnenschein noch einladender wirkte. 

Rund 200 Ehrenamtliche waren der Einladung der Gemeinde zum Dankeschön-Fest gefolgt. Sie sind in ganz unterschiedlichen Feldern aktiv, in der Kommunionkatechese ebenso wie in der Kirchenmusik, in der Raumpflege, in Messdienergruppen, bei den Pfadfindern, in kirchlichen Gremien oder in der Arbeit mit Flüchtlingen, nannte Trautmann einige Einsatzgebiete. 

Insgesamt, so sagte er, gebe es über 1000 ehrenamtlich Engagierte in der Großgemeinde St. Viktor. 

Begonnen hatte das Dankeschön-Fest mit einem spirituellen Impuls in der Kirche St. Mauritius. 

Trautmann las aus dem Brief des Paulus an die Kolosser vor. Ein Text, den sich viele Brautleute zur Hochzeit oder zum Ehejubiläum auswählen, der aber das Ideal des Lebens in der Glaubensgemeinschaft beschreibt. 

Paulus mahnt an, einander in Geduld und Liebe zu begegnen. Auch Pfarrer Trautmann hatte eine Bitte an die Gäste: „Gehen Sie auf andere zu, die Sie noch nicht kennen, kommen Sie miteinander ins Gespräch“, wünschte er sich ein frohes Miteinander, auch über die früheren Gemeindegrenzen hinweg. 

Und trotz aller Arbeit blieb auch für den Pfarrer und das Seelsorgeteam genügend Zeit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und einander besser kennen zu lernen.

Demnächst

Handarbeitsrunde
21 Sep 2026
19:00 Uhr
Turnen im Sitzen für Frauen
22 Sep 2026
14:30 Uhr
Gedenktag des hl. Mauritius
23 Sep 2026
00:00 Uhr
Spaziergang Schloss Sythen
24 Sep 2026
14:00 Uhr
Seniorentreff bei Kaffee und Kuchen
24 Sep 2026
15:00 Uhr
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