Namensstifterin soll zu sehen sein
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Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Markus Michalak
Klar, dass ihr Kindergarten der St.-Ida-Kindergarten ist, das wissen alle 70 Kinder, welche die Einrichtung am Haverlandweg besuchen. Und dass sie lieb und gut ist, die Ida, das wissen die Jungs und Mädchen auch. Aber wer genau war denn nun die Ida, die dem Kindergarten ihren Namen gegeben hat? „Vor 60 Jahren gab es einmal ein Mosaik von der Heiligen Ida von Herzfeld am Kindergarten.
Aber durch einige Anbauten kann man das heute leider nicht mehr sehen“, erklärt Kiga-Leiterin Bianca Bröker. Gemeinsam mit Pastor Markus Trautmann hatte sie die Idee, die Schutzpatronin wieder sichtbar zu machen.
„Wir würden im Foyer des Kindergartens gern eine 50 Zentimeter hohe, holzgeschnitzte Figur aufstellen“, erläutert Trautmann. Ein Schnitzer aus Südtirol würde die Arbeit ausführen, die Skulptur würde dann auf eine Wandkonsole gestellt. „Die Heilige Ida wird meist mit einem Hirschen an ihrer Seite und einem Kirchenmodell im Arm dargestellt. Sie engagierte sich selbstbewusst für soziale Belange und schützte die Menschen in ihrer Umgebung vor staatlichen Repressalien“, erläutert Trautmann, der Eltern, Freunde und Förderer des Kindergartens bittet, sich mit einer Spende an dem Projekt zu beteiligen. „Alle Spender werden in der Nähe der Skulptur verewigt und natürlich stellen wir Spendenquittungen aus“, versichert Trautmann. Ideal wäre es, wenn die Figur der Heiligen Ida bis zu ihrem Namenstag, am Sonntag, 4. September, aufgestellt werden könnte.
Der Ida-Kindergarten plant im Jubiläumsjahr jede Menge Neues. So soll mit allen Generationen eine CD eingespielt werden, die alte und neue Kinderlieder enthält.. Die Minimusiker aus Münster helfen dabei. Außerdem ist der Austausch aller Spielgeräte auf dem Spielplatz geplant. „Wir wollen hier nur noch U3-taugliche Spielangebote haben“, verrät Bianca Bröker. Die alten Spielgeräte stammen aus den 80er-Jahren und sind durch die letzte Tüv-Prüfung gefallen.
Konto Kennwort „Heilige Ida“ VR-Bank Westmünsterland DE 64 4286 1387 2700 9531 00 oder Sparkasse Westmünsterland DE 79 40 15 4530 0018 0010 57
Dankeschön-Tag für die Sternsinger von St. Joseph und St. Viktor
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Über 100 Sternsinger der Gemeindeteile St. Joseph und St. Viktor sind am Samstagmorgen, 20. Februar, der Einladung zu einem Dankeschön-Tag im Joy'n Us gefolgt. Etwa 20 Kinder haben sich im Bowlen gemessen, während die restlichen Kinder sich im Dragonpark ausgetobt haben.
Die Sternsinger haben Anfang Januar 15.647 Euro für Kinder in Bolivien gesammelt. Für diesen tollen Einsatz gilt hier nochmals allen Sternsingern ein großes Dankeschön!
Foto: Patric Tomas Pereira
Gedenktafel für Pfarrer Mathias Herpers
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Schlicht und klar: So präsentiert sich eine gläserne Gedenkplatte, die nun in St. Jakobus im hinteren Teil der Kirche hängt und passend zu Herpers Weihetag enthüllt worden ist.
„Ich bin dankbar dafür, dass ich als armseliges Werkzeug der Barmherzigkeit Gottes so lange für die Gemeinde Karthaus da sein durfte.“
Dieses Zitat des 2014 verstorbenen Seelsorgers Mathias Herpers ziert die kleine Platte, die im Rahmen der Gemeindemesse unter Mitgestaltung des Kirchenchores am Montag, 1. Februar, feierlich von Pfarrer Dieter Hogenkamp geweiht worden ist. Zugleich sieht man das Konterfei von Mathias Herpers, der fast 50 Jahre auf der Karthaus als Pfarrer wirkte.
Flüchtlingsfamilie zieht ins Pfarrhaus
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Bericht der Dülmener Zeitung von Kristina Kerstan / Foto: Anja Ruffer
Ein Pfarrer, zwei Pfarrsekretärinnen, drei Pastoralreferenten, - sie alle rücken im Erdgeschoss des Pfarrhauses St. Joseph bald deutlich enger zusammen. Und das aus einem sehr guten Grund: So soll in der ersten Etage Platz geschaffen werden für eine Flüchtlingsfamilie.
Mitte Dezember war die Idee aufgekommen, Flüchtlinge im Pfarrhaus unterzubringen. Pfarrdechant Markus Trautmann sieht das auch als ein Zeichen der Pfarrgemeinde. „Man kann mit relativ wenig Aufwand, schnell und effektiv etwas schaffen“, betont der Seelsorger.
Im Obergeschoss des Pfarrhauses an der Joseph-Heiming-Straße habe sich eine frühere Gästewohnung befunden, erläutert er weiter. Nach dem Umzug des Büros von St. Viktor, das während der Bauzeit für das Intergenerative Zentrum in St. Joseph untergekommen ist, hatten die drei Pastoralreferenten Christian Rensing, Christiane Zirpel und Michael Wichmann dort ihre Büros eingerichtet. Jetzt wird das Trio erneut umziehen, und zwar ins Erdgeschoss.
Dort laufen in dieser Woche die Umbauarbeiten. „Ein Teil meiner Privatwohnung wird abgebunden“, berichtet Trautmann. So wird Platz geschaffen für die Büros der Pastoralreferenten. Die neuen Wände im Flur sind bereits gezogen, Anstreicher und Elektriker kommen noch. Ein Großteil der Arbeiten soll in dieser Woche laufen.
Die Wohnung selbst ist bereits mit einem Bad samt Dusche sowie einer kleinen Küchenzeile ausgestattet und muss nun noch weiter möbliert werden. Geplant ist, dass die Flüchtlingsfamilie zum 1. Februar einziehen kann, erläutert Pfarrsekretärin Anja Ruffer. Finanziert werde der Umbau durch das Bistum Münster, ergänzt Trautmann.
Pfarrer em. Josef Hildebrand gestorben
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Am Mittwoch, dem 13. Januar 2016, verstarb Pfarrer em. Josef Hildebrand. Er wurde am 21. Oktober 1936 in Gescher geboren.
Die Priesterweihe empfing er am 29. Juni 1965 im Hohen Dom zu Münster. Anschließend übernahm er Kaplanstellen in Wachtendonk St. Michael, Gronau St. Joseph und Ennigerloh St. Jakobus. Die Pfarrstelle Hamminkeln-Dingden St. Pankratius wurde ihm 1978 übertragen. Im Jahre 1986 erhielt er die Ernennung zum Leiter des Pfarrverbandes Hamminkeln-Schermbeck. Die Tätigkeit als Definitor im Dekanat Wesel übernahm er 1990.
Ein Jahr später wurde er zusätzlich zum Pfarrverwalter in Hamminkeln-Loikum St. Antonius ernannt.
Im Jahre 2005 wurde er Pfarrer in St. Antonius, Christus König, Heilig Kreuz, St. Mariä Himmelfahrt und St. Pankratius in der Seelsorgeeinheit Hamminkeln, Hamminkeln-Dingden, Hamminkeln-Loikum, Hamminkeln-Mehrhoog und Hamminkeln-Ringenberg. Nach seiner Emeritierung im Jahre 2006 lebte er in Dülmen Heilig Kreuz. Seit Dezember 2015 lebte er als Pfarrer Emeritus in Hamminkeln-Dingden. Er verstarb im Alter von 79 Jahren. Er war bis zuletzt als Seelsorger tätig und hat nach besten Kräften gewirkt.
Das Requiem feiern wir am Samstag, 23. Januar 2016 um 09:00 Uhr in Pfarrkirche St. Pankratius Hamminkeln-Dingden. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem dortigen Friedhof.
Für den Verstorbenen wird am Donnerstag, 21. Januar 2016 um 18:30 Uhr in der Pfarrkirche St. Pankratius gebetet.
(Quelle: Bistum Münster, Carina Beuckmann)
Seinen Nächsten achten
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Bericht der Bischöflichen Pressestelle Münster, Michaela Kiepe
Mit einem neuen Angebot startet der Sachausschuss Inklusion der katholischen Pfarrei St. Viktor ins neue Jahr. Die Aktiven laden in jedem Quartal zu einem „Mit-uns-Gottesdienst“ ein, in dem ein Bewusstsein geschaffen werden soll für die Verschiedenheit der Menschen. „Wir wollen sensibilisieren und auf unseren Nächsten aufmerksam machen“, bringt es Wilfried Hölscher vom Vorbereitungsteam auf den Punkt.
Der erste „Mit-uns-Gottesdienst“, der am Sonntag, 31. Januar, um 9.30 Uhr in der St.-Antonius-Kirche in Merfeld gefeiert wird, steht unter dem Motto „Einblick gewinnen“. „Es geht darum, ein Bewusstsein für Menschen zu schaffen, die nicht mehr oder nicht gut sehen können“, erklärt Christiane Bernshausen. Die 48-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn sie ist selbst betroffen. Durch eine Augenerkrankung sind ihr nur noch zwei Prozent ihrer Sehkraft geblieben. Welche Einschränkungen sich für Betroffene ergeben, möchte die sechsköpfige Vorbereitungsgruppe den Gottesdienstbesuchern näher bringen. „Dazu werden wir beispielsweise Simulationsbrillen verteilen, mit denen Normalsehende einen Eindruck erhalten, wie es ist, kaum noch etwas zu erkennen“, berichtet Bernshausen. Und Hölscher ergänzt: „Zudem wollen wir in diesem Gottesdienst, den Pfarrer Werner Frye mit uns feiert, die anderen Sinne besonders ansprechen. Ein zentrales Element wird beispielsweise eine Meditation sein, bei der Klangschalen eingesetzt werden.“ Hilfsmittel anzufertigen, wie einen Liederzettel in besonders großer Schrift, ist für die Vorbereitenden selbstverständlich.
Eingeladen sind Betroffene ebenso wie alle Interessierten, erklärt das Bistum. „Uns ist es ein Anliegen, dass die Menschen eine Ahnung davon erhalten, wie es Menschen mit einer Sehbehinderung geht“, erklärt Bernshausen. Sie nennt Beispiele aus ihrem Alltag. Die Lieder aus dem Gotteslob lernt sie durch ständiges Wiederholen auswendig. „Bei der fünften oder sechsten Strophe muss ich dann aber oft passen“, gibt sie lachend zu. Ebenso hat sie ihren festen Sitzplatz in der Kirche. „Aber allein zur Kommunion kann ich nicht gehen. Auch beim Friedensgruß sehe ich nicht, ob mir jemand die Hand reicht“, berichtet sie. Da wünsche sie sich, dass Menschen einander gegenüber achtsam sind.
Die Termine für folgende Angebote stehen noch nicht fest. Geplant ist aber eine Maiandacht und ein Gottesdienst mit Gebärdensprache.
Taufstein in St. Joseph an neuem Standort
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Manch ein Kirchenbesucher in St. Joseph wird in den letzten Wochen einen weißen Kreidekreis im Mittelgang bemerkt haben: Hier ist ab sofort der künftige Standort für den Taufstein. Warum das? – Ursprünglich befand sich der von Hilde Schürk Frisch gestaltete Taufbrunnen von St. Joseph mit dem markanten Fischernetz-Deckel im Westen der Kirche in der kleinen Turmkapelle. {multithumb}
Schon bald erwies sich der Raum als zu klein für größere Taufgesellschaften. Daher wurde der Taufbrunnen in den 1970er Jahren in den Altarraum umgesetzt, wo auf dem höher gelegenen Plateau ja genügend Platz war. Mit dem Anwachsen der verschiedenen Chorgruppen kam es dann zur Aufstellung der stufenförmig angeordneten Chorpodeste im Altarraum, auf denen sich die Sängerinnen und Sänger während der Liturgie einfinden. Dadurch war der Raum um den Taufstein wiederum eingeschränkt, ganz zu schweigen davon, dass der Altarraum nicht barrierefrei erreichbar ist.
In der Sitzung des Ortausschusses St. Joseph kam am 27. Oktober erstmals die Idee zur Sprache, der veränderten Situation gerecht zu werden und einen weiteren Standort für den Taufstein zu suchen. Ein Ortstermin am 30. November gelangte zu der Überzeugung, den Taufstein wieder im Westen des Kirchenschiffs – also nahe der Turmkapelle – aufzustellen, ihn allerdings mit einer größeren Fläche für die Taufgesellschaft zu umgeben. Somit steht der Taufstein künftig im Mittelgang exakt auf der Längsachse der Kirche, die ihn umgebenden letzten vier Bankreihen sind jeweils um die Hälfte eingekürzt, so dass rund um den Taufstein eine kleine Platzsituation entstanden ist.
Es wird geprüft, ob der Deckel des Taufsteins künftig zu den Vorabend- und Sonntagsmessen abgenommen wird, damit das Becken als großes Weihwasserbecken fungieren kann, zumal das Weihwasser beim Eintritt in eine Kirche ja an die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen durch die Taufe erinnert. – Die Einkürzung der Bänke durch die Firma Kuhmann sowie die Versetzung des Taufsteins durch die Firma Lenter geschah in der ersten Januarwoche. Die Gestaltung des Fußbodenbereichs folgt zeitnah.
Am Vorabend zum Fest Taufe des Herrn, am Samstag, dem 9. Januar, wollen wir im Rahmen der Gemeindemesse um 18.00 Uhr die Neugestaltung in einer gemeinsamen Tauferneuerung ihrer Bestimmung übergeben.
Wenn Vergangenheit zur Gegenwart wird
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Bericht der Dülmener Zeitung von Claudia Marcy, Silvester-Neujahrausgabe / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor
Die Hitze lähmt. Jede Bewegung, selbst das Denken fällt schwer. Die Vorstellungskraft braucht jetzt viel Zeit, um Bilder im Kopf entstehen zu lassen.
Heiß ist es auf dem Gelände hinter dem Rathaus. Staubig. Schmutzig. Kein Schatten. Aufgerissene Erde. Dr. Gerard Jentgens stört das nicht.
Mit ausholenden Schritten eilt der Archäologe über das Grundstück. Zeigt, erklärt, erläutert. Ein Energiebündel, dem das Wetter nichts anhaben kann – weder Sonne, wie in diesem Moment – noch Regen und Sturm wie Monate später, als er und sein Team immer noch graben, säubern, entdecken und schichtweise Dülmens Geschichte freilegen.
Jetzt aber ist Sommer, ein heißer Julitag. Die Grabungen im ehemaligen Pfarrgarten hinter dem Rathaus haben erste Ergebnisse zutage gefördert. Dort ein gefliester Gang, Teil eines früheren Hausflurs. Diese alten Fliesen, erläutert der Archäologe, sind großformatiger als jene, die wir heute benutzen. Möglicherweise aus dem 17. Jahrhundert. Für einen Archäologen fast Gegenwart. Keine Zeit, die noch aufregende Geheimnisse birgt. Mit seinem Fachwissen kann Jentgens die Jahrhunderte durcheilen. Selbst die Jahrtausende.